vita nova Institutsambulanz
Nach Ihrem stationären Aufenthalt oder auch als Neupatientin oder Neupatient der vita nova kliniken bieten unsere Institutsambulanzen einen vertrauten und qualitativ hochwertigen Rahmen für die ambulante Weiterbehandlung.
Persönlich, qualifiziert und auf Augenhöhe
Ambulante psychotherapeutische und psychiatrische Behandlung
In den Institutsambulanzen der vita nova kliniken bieten wir Erwachsenen einen geschützten und vertrauensvollen Rahmen für die Diagnostik und ambulante Behandlung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen.
Unsere Institutsambulanz wurde 2024 gegründet, um die regionale psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung zu stärken. Inzwischen können wir mehr als 100 Patientinnen und Patienten ambulant begleiten.
Im Fokus: Ambulante Weiterbehandlung nach einem stationären Aufenthalt in den vita nova kliniken
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der ambulanten Weiterbehandlung nach einem stationären Aufenthalt in den vita nova kliniken. Darüber hinaus steht unser Angebot auch Patientinnen und Patienten offen, die erstmals oder unabhängig von einem stationären Aufenthalt ambulante Unterstützung suchen.
Unser Team besteht aus neun erfahrenen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit verhaltenstherapeutischer und/oder tiefenpsychologisch fundierter Ausrichtung sowie Fachärztinnen und Fachärzten in den Gebieten der Psychiatrie und Psychotherapie sowie Psychosomatik und Schmerzmedizin. Uns ist eine empathische, wertschätzende und patientenzentrierte Haltung besonders wichtig.
Dabei orientieren wir uns an wissenschaftlich fundierten und nachweislich wirksamen Behandlungsmethoden. Unsere Therapeutinnen und Therapeuten bilden sich kontinuierlich weiter, unter anderem in spezialisierten traumatherapeutischen Verfahren wie EMDR, in der ADHS-Diagnostik sowie in der Behandlung von Kopfschmerzerkrankungen.
Unsere Patientinnen und Patienten profitieren von einer engen Abstimmung zwischen den psychotherapeutischen und ärztlichen Behandlern. So bleibt Ihr Weg immer optimal auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.
Wer kann in der Institutsambulanz behandelt werden?
Unser ambulantes Angebot richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren, die unter psychischen oder psychosomatischen Beschwerden leiden und eine diagnostische Abklärung oder ambulante Behandlung wünschen.
Unsere Leistungen im Überblick
- Ausführliche klinisch-psychologische Diagnostik zur Abklärung, ob eine ambulante Psychotherapie sinnvoll und geeignet ist
- Ambulante Psychotherapie nach den Psychotherapie-Richtlinien in den Verfahren Verhaltenstherapie und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie im Rahmen von Kurz- und Langzeittherapien
- Ambulante psychiatrische und medikamentöse Behandlung
- Akuttherapie bei psychischen Belastungen und herausfordernden Lebenssituationen
- Paartherapie und Angehörigengespräch
- Spezialisierte ADHS-Diagnostik für Erwachsene
- Fachärztliche Kopfschmerzsprechstunde bei Migräne, Spannungskopfschmerzen und CMD
Bitte beachten Sie: Akute psychotische Erkrankungen sowie Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen können in unserer Institutsambulanz nicht behandelt werden.
Behandlungsschwerpunkte
Die Behandlungsschwerpunkte in der Institutsambulanz umfassen unter anderem:
- Depressionen, Angst- und Zwangserkrankungen
- Persönlichkeitsstörungen
- Somatoforme und (chronische) Schmerzstörungen
- Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) und komplexe Traumafolgestörungen, unter anderem bei Soldatinnen und Soldaten
- Psychische Beschwerden im Zusammenhang mit arbeitsplatzbezogenen Belastungen und Stressoren, beispielsweise bei Lehrerinnen und Lehrern
- Ressourcenorientierte Psychotherapie im höheren Lebensalter
- Kopfschmerzerkrankungen
Psychotherapeutische Verfahren
In unserer Institutsambulanz sind approbierte Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit Fachkunde in Verhaltenstherapie und / oder tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie tätig. Ergänzt wird unser Team durch Fachärztinnen und Fachärzte aus den Bereichen Psychiatrie und Psychotherapie, Neurologie sowie Psychosomatik und Schmerzmedizin.
Je nach Beschwerdebild und persönlicher Situation können unterschiedliche therapeutische Ansätze zum Einsatz kommen.
Verhaltenstherapie
In der Verhaltenstherapie werden belastende Denk- und Verhaltensmuster sowie der Umgang mit Gefühlen und schwierigen Situationen gemeinsam betrachtet. Dabei geht es darum, Zusammenhänge zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten besser zu verstehen und dysfunktionale Muster zu verändern.
Die aktuellen Belastungsfaktoren und konkrete Situationen werden identifiziert und analysiert, in denen die Beschwerden besonders deutlich werden. Dabei kommen strukturiert Methoden und Techniken zum Einsatz, um einen funktionalen Umgang mit aktuell herausfordernden Lebensaufgaben zu entwickeln.
Ziel ist es, neue und hilfreiche Strategien zu entwickeln, die den Umgang mit belastenden Situationen erleichtern und langfristig mehr Sicherheit, Handlungsspielraum und Selbstwirksamkeit ermöglichen.
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie richtet den Blick auf unbewusste Prozesse, innerseelische Konflikte und wiederkehrende Muster im Erleben und Verhalten eines Menschen. Frühere Erfahrungen und Beziehungen können beeinflussen, wie wir uns selbst und andere wahrnehmen, Beziehungen gestalten und mit Belastungen umgehen.
Unter aktuellen Belastungen können solche inneren Konflikte und Muster wieder verstärkt in den Vordergrund treten und psychische Beschwerden auslösen oder aufrechterhalten. Gemeinsam betrachten wir daher aktuelle Schwierigkeiten und deren mögliche Zusammenhänge mit persönlichen Erfahrungen und wiederkehrenden Lebensthemen.
Ziel ist es, diese Zusammenhänge besser zu verstehen, neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und dadurch eine nachhaltige psychische Entlastung zu ermöglichen.
Weitere psychotherapeutische Methoden
Ergänzend zu den Richtlinienverfahren nutzen wir – abhängig von Ihren individuellen Bedürfnissen – auch Methoden aus der sogenannten „Dritten Welle der Psychotherapie“. Dazu gehören beispielsweise hypnosystemische, imaginative und achtsamkeitsbasierte Verfahren sowie CBASP.
Bei Traumafolgestörungen kann bei entsprechender Indikation auch EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) eingesetzt werden.
Bei herausfordernden partnerschaftlichen Situationen bieten wir paartherapeutische Sitzungen oder begleitende Angehörigengespräche an, um sich auch schwierigen Themen zu stellen und tragfähige Veränderungen in Beziehungen anstoßen zu können.
Weitere spezialisierte ambulante Angebote
ADHS-Diagnostik für Erwachsene
Lange Zeit wurde die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) vor allem als Störung des Kindes- und Jugendalters wahrgenommen. Heute ist bekannt, dass die Symptomatik bei vielen Betroffenen bis ins Erwachsenenalter fortbesteht, sich im Laufe des Lebens jedoch verändern kann.
ADHS ist eine neuroentwicklungsbedingte Störung, die sich insbesondere durch Schwierigkeiten in den Bereichen Aufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität äußert. Die Ausprägung ist individuell unterschiedlich: Während sich Hyperaktivität beispielsweise durch ausgeprägte motorische Unruhe zeigen kann, äußert sie sich bei Erwachsenen häufig eher in Form einer anhaltenden inneren Unruhe oder Rastlosigkeit. Auch Schwierigkeiten bei der Aufmerksamkeitssteuerung und der Organisation des Alltags können im Vordergrund stehen.
Vielfältige Herausforderungen, Beeinträchtigungen und Risiken bei ADHS
Die damit verbundenen Herausforderungen sind nicht immer unmittelbar von außen erkennbar. Manche Betroffene entwickeln im Laufe ihres Lebens aufwendige Kompensationsstrategien, um Schwierigkeiten im Alltag auszugleichen und den Anforderungen ihres beruflichen und sozialen Umfelds gerecht zu werden. Dies kann mit einem erheblichen Kraftaufwand und persönlichem Leidensdruck verbunden sein.
Darüber hinaus können Schwierigkeiten in der Emotionsregulation, eine erhöhte Stressanfälligkeit und eine geringe Frustrationstoleranz auftreten. Die damit verbundenen Beeinträchtigungen können sich auf unterschiedliche Lebensbereiche auswirken, etwa auf die berufliche Leistungsfähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen und das Selbstwertgefühl. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für begleitende psychische Erkrankungen, beispielsweise Depressionen oder Angststörungen.
Entstehung von ADHS
Bei der Entstehung von ADHS spielen genetische Faktoren eine wesentliche Rolle. Die Ausprägung der Symptomatik und die individuellen Beeinträchtigungen werden jedoch durch ein Zusammenspiel verschiedener biologischer und psychosozialer Faktoren beeinflusst. Eine sorgfältige Diagnostik bildet die Grundlage für eine individuell abgestimmte Behandlung.
ADHS-Behandlung
Insbesondere eine medikamentöse Behandlung kann bei entsprechender Indikation zu einer deutlichen Reduktion der ADHS-Symptomatik beitragen und die Alltagsbewältigung erleichtern. Ergänzend kann eine Psychotherapie dabei unterstützen, individuelle Bewältigungsstrategien zu entwickeln, den Umgang mit bestehenden Schwierigkeiten zu verbessern und die eigene Lebensqualität nachhaltig zu stärken.
Umfassende ADHS-Diagnostik nach aktuellen Leitlininien
Wir bieten in der Institutsambulanz in Bad Salzuflen eine umfassende und leitliniengerechte ADHS-Diagnostik nach aktuellen wissenschaftlichen Standards an.
Das Angebot richtet sich an Erwachsene, die eine fachliche Abklärung von Aufmerksamkeitsproblemen, Impulsivität oder anderen möglichen ADHS-Symptomen wünschen.
Im Rahmen der Diagnostik betrachten wir nicht nur die aktuellen Beschwerden, sondern auch Ihre persönliche Entwicklung und Lebensgeschichte. Gleichzeitig prüfen wir differentialdiagnostisch, ob andere psychische Erkrankungen oder Belastungen ein ähnliches Beschwerdebild verursachen können. Dazu zählen beispielsweise depressive Erkrankungen, Persönlichkeitsstörungen oder Traumafolgestörungen.
Auch Ihre individuellen Ressourcen und aktuellen Lebensumstände werden berücksichtigt. So entsteht ein möglichst umfassendes Bild, das eine fundierte diagnostische Einschätzung als Grundlage für eine Weiterbehandlung ermöglicht.
Fachärztliche Kopfschmerzsprechstunde
In unserer Institutsambulanz bieten wir eine fachärztliche Sprechstunde für Menschen mit Kopfschmerzerkrankungen an. Dazu gehören insbesondere:
- Migräne
- Spannungskopfschmerzen
- Beschwerden im Zusammenhang mit CMD
Eine wichtige Grundlage der Diagnostik ist der Kopfschmerzkalender der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG).
Im gemeinsamen Gespräch klären wir insbesondere Fragen zur ganzheitlichen medikamentösen und nicht-medikamentösen Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne. Dabei berücksichtigen wir Ihre individuelle Beschwerdesituation und Ihre bisherigen Behandlungserfahrungen.
Ablauf und Kontakt zur Institutsambulanz
Erstgespräch und Diagnostik
Bitte wenden Sie sich für eine Terminvereinbarung an das Sekretariat der vita nova kliniken:
Telefon: 05222 / 343-450
E-Mail: ambulanz@vitanova-kliniken.de
Wir bemühen uns, zeitnah Termine für ein psychotherapeutisches Erstgespräch zu ermöglichen, können jedoch Wartezeiten aktuell leider nicht ausschließen.
1. Psychotherapeutische Sprechstunde
Nach der Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung findet zunächst eine psychotherapeutische Sprechstunde von 50 Minuten statt.
Im Rahmen dieser Sprechstunde verschaffen sich die Behandlerinnen/ Behandler einen Überblick über die Symptome und das Beschwerdebild und führen ggf. eine ergänzende testdiagnostische Untersuchung mittels Fragebögen/strukturierten Interviews durch.
2. Rückmeldung und Empfehlung
Im Anschluss an die Sprechstunde erhalten Sie eine Rückmeldung zu den ersten diagnostischen Einschätzungen. Gemeinsam besprechen wir, welche Form der weiteren Behandlung für Sie sinnvoll sein könnte.
Dabei können unterschiedliche Möglichkeiten infrage kommen, beispielsweise:
- ambulante Psychotherapie
- eine ambulante psychiatrische und/oder medikamentöse Behandlung
- zunächst eine stationäre oder teilstationäre Behandlung
- eine Kombination verschiedener Behandlungsangebote
Probatorische Sitzungen
Wenn eine ambulante Psychotherapie angezeigt ist, schließen sich in der Regel vier probatorische Sitzungen von jeweils 50 Minuten an.
In dieser Phase lernen Sie Ihre Therapeutin bzw. Ihren Therapeuten näher kennen. Gemeinsam werden Ihre persönliche Lebensgeschichte, die Entstehung und Entwicklung Ihrer Beschwerden sowie mögliche auslösende und aufrechterhaltende Faktoren analysiert. Auf dieser Grundlage entwickeln wir mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan und klären, welche Therapieziele für Sie im Vordergrund stehen.
4. Beginn der Psychotherapie
Bei Privatversicherten und Beihilfeberechtigten wird anschließend der Antrag auf Kostenübernahme bei der zuständigen Beihilfestelle bzw. privaten Krankenversicherung gestellt.
Nach entsprechender Genehmigung beginnt die eigentliche Psychotherapie. Je nach individuellem Behandlungsbedarf umfasst diese in der Regel 12 bis 60 Sitzungen, in bestimmten Fällen auch bis zu 100 Sitzungen.
Die Sitzungen finden in der Regel einmal wöchentlich oder alle zwei Wochen statt und dauern jeweils 50 Minuten.
Kostenübernahme
Die Institutsambulanz der vita nova kliniken verfügt derzeit über keinen KV-Sitz, um gesetzlich krankenversicherter Patientinnen und Patienten behandeln und mit diesen abrechnen zu können.
Daher behandlen wir aktuell ausschließlich:
- Privatversicherte
- Beihilfeberechtigte
- sowie Selbstzahlerinnen und Selbstzahler
Wenn Sie privat versichert oder beihilfeberechtigt sind, klären wir die weiteren Schritte zur Beantragung der Psychotherapie gemeinsam mit Ihnen.
Standorte der Institutsambulanzen
Wir sind an 3 zentralen Orten für Sie da:
- Institutsambulanz Villa Königin – Bad Salzuflen
Roonstr. 7, 32105 Bad Salzuflen - Institutsambulanz Bielefeld
Goldstr. 5, 33602 Bielefeld - Institutsambulanz Bad Oeynhausen
Eidingsen 2, 32549 Bad Oeynhausen
Unser Ambulanzteam
Unsere approbierten psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die hauptsächlich in der ambulanten Versorgung tätig sind, verfügen über die Fachkunde in der Verhaltenstherapie und/oder der tiefenpsychologisch- fundierten Psychotherapie.
Unsere Fachärztinnen und Fachärzte verfügen über Qualifikationen in den Bereichen Psychiatrie, Neurologie, Psychosomatik und Schmerzmedizin.
Das Team verfügt über eine umfassende psychotherapeutische Erfahrung, um Ihnen kompetente und professionelle psychotherapeutische Unterstützung anbieten zu können und zeichnet sich besonders durch eine wertschätzende Grundhaltung mit Freunde an der Versorgung und Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen aus.
Dr. rer. nat. Cordula Eckert, Dipl.-Psych.
Psychologische Psychotherapeutin mit Fachkunde in der Tiefenpsychologisch-fundierten Psychotherapie, Verhaltenstherapie, systemischen Therapie sowie Psychoanalyse bei Erwachsenen
Paartherapie
Luise Webel, M.Sc.
Psychologische Psychotherapeutin mit Fachkunde in der Verhaltenstherapie und der Tiefenpsychologisch-fundierten Psychotherapie bei Erwachsenen
EMDR-Qualifikation (Traumatherapie)
Anna Lena Schmidt, M.Sc.
Psychologische Psychotherapeutin mit Fachkunde in der Verhaltenstherapie bei Erwachsenen
AD(H)S-Diagnostik
Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Thomas Redecker
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Facharzt für Psychosomatische Medizin
Psychologischer Psychotherapeut mit Fachkunde in der Verhaltenstherapie
Mechthild Gesmann
Fachärztin für Psychosomatische Medizin
Fachärztin für Innere Medizin
Spezielle Schmerztherapie + Kopfschmerzsprechstunde
Terminanfragen
Gerne beraten wir Sie persönlich und finden einen passenden Termin und Therapeuten für Sie. Kontaktieren Sie uns:
E-Mail: ambulanz@vitanova-kliniken.de
Telefon: 05222 - 343 450